Microformats

Microformats und E-Mail-Adressen

Ein kleiner Schönheitsfehler

Die Auszeichnung von Adressdaten mit dem Microformat hcard hat einen kleinen, aber wichtigen Schönheitsfehler: Die E-Mail-Adresse. Aufgrund der vielen Spam-Bots, die das Internet nach validen E-Mail-Adressen durchscannen sollte man E-Mail-Adressen verschlüsseln und nicht als Microformat kennzeichnen.

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Die Idee von Microformaten ist es, Maschinen klar zu machen, um welchen Inhalt es sich bei einem bestimmten Textabschnitt handelt. Sehr häufig werden Adressen mit Microformats gekennzeichnet, die natürlich auch oft E-Mail-Adressen beinhalten. Wenn die eigene E-Mail-Adresse (oder die einer Firma) Teil des Microformat hcard ist, so können Maschinen diese Adressdaten besser importieren. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass auch viele Spam-Roboter Internetseiten durchsuchen und eine E-Mail-Adresse in einem Microformat ein gefundenes Fressen darstellt. Was also tun, wenn man diesen böswilligen Vertretern nicht die eigene E-Mail-Adresse in den Rachen werfen will? 

Damit E-Mail-Adressen nicht von Spam-Robotern erkannt werden gibt es hauptsächlich die vier folgenden Möglichkeiten:

  • E-Mail-Adresse in ASCII-Code umwandeln
    Bei diesem Verfahren wird die E-Mail-Adresse in ASCII-Code umgewandelt, den Browser richtig interpretieren, sodass der Nutzer eine ganz normale E-Mail-Adresse sieht. Im Quelltext steht jedoch keine “normal” lesbare E-Mail-Adresse. Meiner Meinung nach sind jedoch auch Spam-Bots mittlerweile so schlau, dass sie diese einfachen ASCII-Codes ohne größere Probleme übersetzen können und ein Schutz somit nicht wirklich gegeben ist. 
     
  • Verschlüsseln via Javascript
    Aufgrund der Tatsache, dass Spam-Bots (noch) kein Javascript interpretieren können, bzw. das Interpretieren dieser Sprache noch zu aufwendig ist, kann man relativ einfach die E-Mail-Adresse per Javascript in eine Seite integrieren. Die Nutzung von Javascript zum Verschlüsseln der E-Mail-Adresse hat zwei große Vorteile: Erstens kann die E-Mail-Adresse anschließend immer noch markiert und kopiert werden und zweitens ist es ebenfalls möglich, dass sich das entsprechende E-Mail-Programm öffnet, wenn man auf die E-Mail-Adresse klickt.  
     
  • E-Mail-Adresse als Bild in eine Seite integrieren
    Bilder mit einer OCR-Software auszulesen ist noch sehr kompliziert und lohnt sich nicht wirklich für Spam-Bots so eine Technologie auf alle gefundenen Bilder anzuwenden. Daher ist eine Abspeicherung als Bild eine gute Sache. Allerdings kann man mit so einem Bild weder einen mailto-Link zum Öffnen des entsprechenden E-Mail-Programmes verwenden, noch kann die E-Mail-Adresse per Maus markiert und kopiert werden. 
     
  • E-Mail-Adressen unleserlich machen
    Das Umschreiben der E-Mail-Adresse wie z.B. “meine tolle adresse [at] toller MINUS domain PUNKT de” ist nicht wirklich intuitiv, bzw. barrierefrei und hat auch den Nachteil, dass man sie nicht anklicken kann und man sie per Hand abschreiben muss sofern man diese weiter verwenden möchte. 

Wo kommen nun die Microformats ins Spiel? 

Leider gibt es aus meiner Sicht keine vernünftige Möglichkeit, wie man E-Mail-Adressen in Microformats verwenden kann, ohne dabei das Risiko einzugehen von einem E-Mail-Spam-Bot gefunden zu werden, der die Adresse auslesen kann. Daher empfehle ich, die eigene E-Mail-Adresse per Javascript zu verschlüsseln und diese nicht als Microformat auszuzeichnen. Dies hat natürlich den großen Nachteil, dass z.B. beim Operator-Import der Adressdaten die E-Mail-Adresse fehlt, jedoch ist das Risiko von Spam-Bots meiner Meinung nach das weitaus größere Übel. Außerdem können die restlichen Adressdaten weiterhin mit Microformaten ausgezeichnet werden, damit diese entsprechend einfach weiterverarbeitet werden können. 

 

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Ein Kommentar

  1. Toller Beitrag
    Liebe Grüße
    Sylwia

    Sylwia

    09.03.2009 | #1

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